#52goodthings Nr. 42: Sich treiben lassen

Oktopus unter Wasser - Illustrationschallenge von Annimi #52goodthings Nr. 42: Sich treiben lassen

Eigentlich wollte ich heute was ganz anderes illustrieren…stattdessen habe ich mich gedanklich treiben lassen. Et voilà: Monsieur Kunibert under the sea!

Ein Oktopus lässt sich treiben…

Kunibert war ein kleiner Oktopus, der sich am liebsten entspannt in die Strömung legte und sich sanft von ihr treiben ließ. Er schaukelte hin, er schaukelte her und blickte durch das tiefe Blau nach oben. Ab und zu wurde er dabei vom Seetang gekitzelt, aber alles in allem liebte er die Schaukelei. So konnte er nämlich seinen Gedanken nachhängen. Kunibert träumte davon, einmal ein Oktopusmädchen kennenzulernen. Das stellte er sich ganz romantisch vor: Er würde ihr jeden Tag mit einem Seeannemonenstrauß seine Aufwartung machen. Ihr fein ausgesuchte Krabbenpralinen schenken. Und dann würde er all seinen Mut zusammennehmen und sie zum Korallentanz einladen. Sie würde natürlich Ja sagen…

Aber ob es jemals dazu kommen würde, wenn er sich Tag für Tag einfach nur so treiben ließ?

Sich treiben lassen bringt viel

Also ich würde Kunibert antworten: “Sich treiben lassen ist eine sehr gute Sache!” Das entspricht zumindest meiner eigenen Erfahrung: Mir sind in den letzten Wochen nämlich so herrliche Einfälle gekommen, wenn ich mich habe treiben lassen. Wenn mein Kopf in so einen luftig-leichten Entspannungsmodus kommt, in dem nichts muss. Und dann plötzlich trotzdem alles geht. Da kommen unverhofft Gedanken auf, die dann locker weiterverfolgt werden… “Hhhmmmm, das könnte so und so und so… (Gedankenpause – Luftholen) Was für eine tolle Idee!” Auf einmal wird aus Sichtreibenlassen Entschlossenheit – man hat da richtig Bock drauf. Und dann heißt es Gasgeben!

Und ganz ehrlich? Ich bin sicher, dass dieses Lockerlassen im Kopf in allen Lebenslagen funktioniert. Man muss ja nicht den ganzen Tag im leeren Raum “floaten”. Aber sich ab und an von all den Plänen, Zielen, festen Vorsätzen und angezogenen Zügeln zu verabschieden, tut unheimlich gut.

…und so endet Kuniberts Geschichte

An einem Tag, als die Strömung Kunibert besonders entspannt schaukelte, spürte er ein Kitzeln an einem seiner Tentakel (der 2. von links außen…). Aus reiner Gewohnheit – es war bestimmt wieder der Seetang – zog er ihn ein, ohne hinzuschauen. “Oh, Entschuldigung!” hörte er da. Verdutzt blicke er sich um und sah… ein Oktopusmädchen. Es ließ sich sanft von den Wogen treiben und blickte durch das tiefe Blau nach oben.

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#52goodthings Nr. 41: Gasgeben

Gorilla im Sportwagen - Annimi Illustrationschallenge #52goodthings Nr. 41: Gasgeben

Es gibt Zeiten, da muss man Gasgeben! Weil es Spaß macht, weil Dinge erledigt werden müssen oder weil es sich einfach so ergibt. Letzte Woche war das bei mir so – alles zusammen. Bei diesen Sachen habe ich den Bleifuß rausgeholt:

Gasgeben Nr. 1: Frankfurter Buchmesse

Oha, mein erster Besuch bei der Frankfurter Buchmesse… Ich bin mit der Erwartung hingefahren, dass es ein kaum zu verarbeitender Wahnsinn wird, der mich komplett über den Haufen rennt. Ein Glück wurde ich positiv überrascht, denn ich fand es wirklich sehr angenehm, entspannt und inspirierend. Und trotzdem hieß es hier für mich: Gasgeben! Ich wollte mich nach Verlagen umschauen, da ich – unabhängig von meinen Viechern – die eine oder andere Buchidee habe. Auch der Non-Book-Bereich und die internationale Szene haben mich sehr interessiert. So bin ich einen ganzen Tag lang mit offenen Augen, tastenden Fingern und lauschenden Ohren durch die Messehallen gewandert und habe mir eine Flut von Eindrücken verschafft. Ein bisschen geredet habe ich auch… 😉 Zum Beispiel mit den netten Leuten von Illustratoren Organisation. Oder mit tollen Illustratoren-Kolleginnen wie Nikola Werner, Steffi Stroh und Kathrin Wessel. Alles in allem war’s ein toller Tag, der sich sehr gelohnt hat.

Gasgeben Nr. 2: Neue Printprodukte

Mann, das wurde soooo Zeit! Ich habe auf das Jahr geblickt und auf all die Illustrationen, die im Rahmen meiner Challenge #52goodthings entstanden sind. Mich hat es einfach in den Finger gejuckt, etwas davon auf Papier zu sehen – bitte noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Deshalb habe ich letzte Woche wie festgeklebt vor meinem Rechner gehockt und mit Vollgas (und Konzentration) eine neue Rutsche Postkarten gelayoutet. Darauf zu sehen sind eure und meine Lieblingsmotive der Challenge. Nächste Woche gibt’s dann das fertig gedruckte Ergebnis hier zu sehen.

Gasgeben Nr. 3: Ein neues Viech ist entstanden

Oh ja, auch in diesem Bereich hab ich Gas gegeben. In einem meiner letzten Blogposts hab ich geschrieben, dass der Herbst für mich eine Zeit des Kreativseins und der Schaffensrfreude ist. Voilá, also gibt’s auch ein neues Viech. Ich will hier noch nicht zu viel verraten, denn schließlich bekommt der Herr zu gegebener Zeit seinen eigenen Vorstellungsblogpost. So viel an dieser Stelle: Er heißt Theo, hat viele wichtige Aufgaben im Haushalt und ist einer von den Guten. Letzte Woche gab es rund um Theo noch so Einiges zu tun: Er brauchte ein eigenes Kärtchen, Etiketten für seine Artikelnummer und ich musste ihn natürlich auch auf Spielzeugsicherheit testen. Schließlich fertige ich alle meine Viecher nach Spielzeugnorm EN-71. Wer mehr dazu wissen möchten, liest gern hier weiter.

Und weil ich letzte Woche so viel Gas gegeben habe, bin ich diese Woche ein bisschen kaputt…dann jetzt erst mal ne Runde auf den Arm. 😉

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Taschenmonster mit Mützen – jetzt im Shop

Taschenmonster mit Muetze von Annimi

Ihr Lieben, es ist wieder so weit: Die Blätter fallen, es wird kühler und wie wir Menschen auch, setzen die Taschenmonster jetzt ihre Mützen auf.

Normalerweise gibt es die bemützten kleinen Kumpels nur zu kaufen, wenn wir auf Designmärkte fahren. Das liegt daran, dass man die Mützen-An-und Umprobiererei nur live und vor Ort machen kann. Für viele von euch ist es nämlich ein Heidenspaß, liebevoll die richtige Kopfbedeckung für euer Taschenmonster auszusuchen. Das geht online natürlich nicht…zumal jede Mütze vollkommen individuell ist. Man weiß nie so genau, wie das Garn vom Knäuel läuft und welches Muster sich daraus ergibt. Ein Standard-Angebot ist also leider nicht möglich. Und trotzdem habe ich beschlossen, es dieses Jahr mal mit den Mützen-Fredis zu probieren – einfach, weil die Mützen viel zu cool sind, um sie euch nicht anzubieten! 😉

Taschenmonster mit Muetzen - Auswahl

Ab sofort gibt’s eine kleine Auswahl Mützenträger im Shop

Deshalb findet ihr jetzt im Shop eine Gang von 10 bemützten kleinen Typen, quasi als Testangebot für euch. Ihr könnt sie genauso kaufen, wie abgebildet – first come, first serve. Bitte habt Verständnis dafür, dass ich keine Mützentauschereien oder Anpassungen machen kann. Die Taschenmonster sind einzeln fotografiert und eingestellt – alles andere würde vom Aufwand her den Rahmen sprengen. Wenn die kleinen Kumpels gut bei euch ankommen, werde ich weitere einstellen, versprochen!

Taschenmonster Muetzen von Annimi

Wer strickt eigentlich die Mützen?

Diejenigen von euch, die uns schon mal auf einem Designmarkt getroffen haben, wissen vermutlich die Antwort. Zumal die Meisterin der kleinen Nadeln oft dabei ist – inklusive ihres Strickzeugs: meine Mama. Es macht ihr sehr viel Spaß, diese kleinen Kunstwerke zu stricken und sie lässt sich dabei immer wieder neue Kombinationen einfallen. Es gibt Bommel-, Zipfel-, Doppelzipfel- und Perunanermützen sowie Stirnbänder und sogar Schirmmützen! Dabei finde ich es immer wieder überraschend, welche neuen Farbkombis so entstehen (durch den Verlauf des Garns) und welche neuen Bommel- oder Zipfelfarben meine Mama dazu kombiniert. Die Strickerinnen unter euch können sich sicher vorstellen, welche Fingerfertigkeit und Geduld die kleinen Mützen erfordern. Und wenn ihr sie euch aus der Nähe anschaut, werdet ihr feststellen, dass hier jede Masche sitzt – Übung macht den Meister. Leider haben wir nicht gezählt, wie viele Mützen wir in den letzten Jahren verkauft haben…es müssen Hunderte sein!

Jedenfalls könnt ihr euch jetzt 10 davon samt ihrer Träger sichern – schaut doch gleich mal im Shop vorbei! 🙂

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#52goodthings Nr. 40: Bucketlist

3 Hasen im Eimer - Bild zur Illustrationschallenge #52goodthings Bucketlist von Annimi

OK, ich gebe zu, dass ich den Begriff Bucketlist auch noch nicht sooo lange kenne. Und obwohl sich relativ schnell erschließt, dass es sich dabei um eine Art Wunschliste handelt, musste ich erst mal googeln, woher der Name überhaupt kommt: Bucketlist kommt von der englischen Redewendung “to kick the bucket”, was so viel heißt wie “den Löffel abgeben”. Demnach kommt alles auf die Liste, was man vor diesem Ereignis noch mal tun möchte. Wer mehr dazu wissen möchte, kann ja mal hier gucken.

Warum ist eine Bucketlist eine gute Sache?

Aus den gleichen Gründen, aus denen Listen sonst so gut sind:

  • Sie führt dir deutlich deine Wünsche vor Augen.
  • Durch die Liste gewinnst du Fokus und Zielstrebigkeit.
  • Das Aufschreiben macht die ganze Sache verbindlich.
  • Beim Abhaken kriegt man so ein tolles “Geschafft!”-Gefühl.

Ich habe dieses Jahr verstärkt mit Listen gearbeitet, um meine Annimi-Tätigkeiten besser voranzubringen und einen guten Plan zu haben. Tatsächlich bin ich da nach dem klassischen Muster vorgegangen und habe Jahres-, Monats-, Wochen- und Tageslisten geschrieben (und fleißig abehakt – yes!). Das hat für mein Gefühl gut funktioniert und so war es naheliegend, jetzt auch mal eine solche Liste für meine allgemeinen “Das-will-ich-noch-mal-machen!” Wünsche anzulegen. Jetzt bin ich nicht so der Typ für den ganz großen Bahnhof…deshalb hab ich mir erst mal ein paar tolle Dinge für 2018 überlegt. Ich möchte zum Beispiel gerne eine Wanderung auf dem Ith-Hils-Weg mit Ossi machen. Und meine Freundin in Baden Württemberg besuchen. Darüber hinaus steht ein Besuch im Barfuß-Park Egestorf drauf.

Bucketlist zum kostenlosen Download

Damit diese Vorhaben einen schönen Rahmen bekommen, hab ich mir eine kleine hasige Liste gebaut. Und weil ich mir vorstellen könnte, dass der eine oder andere von euch jetzt auch auf den Geschmack gekommen ist, stelle ich sie euch als kostenlosen Download zur Verfügung. Ladet euch einfach das Bucketlist-PDF herunter und legt los! Wie immer gilt: Die Liste dürft ihr privat so oft ausdrucken und nutzen, wie ihr möchtet. Aber eine kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen. Dann wünsche ich euch viel Spaß beim Listen schreiben! 😀

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#52goodthings Nr. 39: Kindsein

Walross und Walrosskind - Bild zur Annimi Illustrationschallenge #52goodthings Nr. 39 Kindsein

Kindsein ist mega! Auch für Nicht-Kinder kann ich das echt empfehlen. Genaugenommen ständig und immerzu. Denn als Kind macht man so viele Sachen besser als wir Erwachsenen:

Kinder sind spontan und entscheiden ohne viel Nachdenken

Gehört ihr vielleicht wie ich zu den Menschen, die bei einer Entscheidung gerne den Kopf anschmeißen? Obwohl der Bauch euch sofort zuruft “Jawoll, machen!” Kindern könnte sowas nicht passieren. Die machen einfach genau das, worauf sie gerade Lust haben/was sie gut finden/was ihnen spontan einfällt. So wie ich früher, als ich im Kindergarten beschlossen habe, auch vom Kletterhaus in den Sandkasten zu springen, weil die größeren Kinder das gemacht haben (Ergebnis: gebrochener Zeh). Oder als ich mich wie ein Affe von einem Klettergriff zum nächsten schwingen wollte (Ergebnis: gebrochenes Handgelenk). Oder als ich auf einem dieser kleinen Holzwellenbrecher an der Ostsee balancieren wollte und mitten in einen Haufen Rotalgen gefallen bin (Ergebnis: den handgestrickten Pulli konnten wir wegschmeißen…). OK, vielleicht sind das nicht die besten Beispiele… aber ich weiß bis heute noch, wie es sich angefühlt hat, das einfach zu machen. Sehr, sehr stark!

Kinder machen Quatsch und nehmen sich selbst nicht so ernst

Warum muss eigentlich immer alles so ernst sein? Tatsächlich sind wir Erwachsenen oft darauf bedacht, auch “erwachsen” rüberzukommen. Weil wir Angst haben, dass uns sonst keiner ernst nimmt, dass wir uns lächerlich machen, oder dass wir sonst nicht kriegen, was wir wollen. Das Ergebnis: Uns geht an vielen Sachen der Spaß verloren und wir ziehen uns mit unserer Ernsthaftigkeit selber runter. Im Gegensatz dazu haben Kinder Spaß daran, albern zu sein, Quatsch zu machen und sich mal so richtig gehen zu lassen. Was die lachen können! Wann habt ihr das letzte Mal so richtig gelacht? Ich habe da spontan drei Situationen im Kopf:

  • Als ich neulich mit dem Hund ein Wettrennen gemacht habe – ich auf meinem kleinen gelben Klapprad, er mit wehenden Ohren daneben. Heissa, was für ein Granaten-Spaß!
  • Als ich spontan beschlossen habe, beim Duschen mal das warme Wasser ab- und das kalte Wasser aufzudrehen. Boah, hab ich geprustet! Wie ein Walross…daher kam übrigens auch die Inspiration für das heutige Bild.
  • Als ich zufällig im Fenster einer Buchhandlung gesehen habe, dass es ein neues Buch von Walter Moers gibt. Spontaner Ausbruch von grinsender Vorfreude! (gepaart mit absoluter Fassungslosigkeit, dass es bis dato völlig an mir vorbeigegangen war, dass einer meiner Lieblingsautoren ein neues Buch draußen hat…)

Kinder sind Entdecker

Oh, da liegt aber eine schöne Kastanie! Und daneben ist so ein tolles Blatt! Und daneben noch ein Wahnsinnsstöckchen! Kinder sehen die Welt mit ganz anderen Augen. Sie nehmen viel kleinere und vermeintlich unwichtigere Dinge wahr als wir Erwachsenen. Und sie freuen sich daran. Und so kann es passieren, dass man von einem Waldspaziergang wiederkommt und einen ganzen Haufen extrem wichtiger “Schätze” mit nach Hause bringt. Wann habt ihr zum letzten Mal etwas Neues oder Ungewöhnliches entdeckt? Ich bin heute diesem schlecht gelaunten Herrn über den Weg gelaufen:

Stoeckchen-Monster - Bild zur Annimi Illustrationschallenge #52goodthings Kindsein

Was lernen wir also daraus? Kindsein ist super und es tut uns Erwachsenen gut, mehr Kind zu sein! In diesem Sinne: Raus mit euch zum Klettern, Quatsch machen und Entdecken! 😀

Ach ja…und so sah das Kindsein bei mir früher aus:

Fotos von Anni als Kind

 

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Leben – ein poetisches Bilderbuch

Buchtitel Leben von Rylant und Wenzel im Nordsued Verlag

Das Leben ist wild, wunderschön und verändert sich von Tag zu Tag. Es ist nicht immer leicht. Und doch lohnt es sich jeden Morgen aufzuwachen – um zu schauen, was vielleicht passiert. Diese starke Botschaft überbringen uns die Tiere im neuen Buch Leben von Cynthia Rylant und Brendan Wenzel. Jedes hat etwas, das es besonders am Leben mag: der Habicht liebt den Himmel, das Kamel den Sand. Und jedes von ihnen weiß, dass Veränderung ein Teil des Ganzen ist.

Dieses Buch ist ein echter Schatz. Zum einen, weil es diese kraftvolle, lebensbejahende Botschaft in sich trägt. Zum anderen, weil es in so wunderschönen Bildern daherkommt. Ich habe gerade gedacht, dass es toll wäre, das Buch jeden Morgen vor dem Aufstehen einmal anzuschauen. Es wäre die perfekte Einstimmung auf den Tag: Man wird daran erinnert, wie abwechslungsreich das Leben ist und welche Geschenke es für uns bereit hält. Gleichzeitig macht es Mut und gibt Kraft. Denn schwierige Zeiten gibt es immer mal – “doch auf die eine oder andere Art kommt man da auch wieder raus”. Und wie alles fängt auch das Leben klein an – sogar bei den Elefanten. Ein Grund mehr, nett zu uns selbst zu sein und auch mal klein anzufangen zu dürfen.

Apropos klein: Ich finde, dass dieses Buch ganz hervorragend für kleine und große Leser geeignet ist. Jeder nimmt sich daraus mit, was für ihn gerade passt. Für Kinder ist die einfache Botschaft absolut zugänglich und wird über die Tiere charmant-persönlich transportiert. Erwachsene können sich zusätzlich über die poetische Qualität des Buches freuen. Daher ist es auch ein tolles Geschenk für Leute, die gerade eine “wilde, wüste Strecke” durchqueren und moralischen Support brauchen. Nach dem Lesen ist man zuversichtlich und positiv gestimmt – das Leben kann kommen: Bring it on!

Infos zum Buch “Leben”

Cynthia Rylant (Autorin), Brendan Wenzel (Illustrator), Thomas Bodmer (Übersetzer)
Leben
ISBN: 978-3-314-10417-6
ab 4 Jahren
erschienen bei NordSued

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#52goodthings Nr. 38: Kämpfen

Annimi Illustrationschallenge #52goodthings Nr. 38 Kaempfen

Manchmal muss man kämpfen. Es führt kein Weg dran vorbei, auch wenn man noch so gern eine friedliche Lösung finden möchte. Und das Gute ist: Es lohnt sich!

Es gibt viele Arten zu kämpfen

Wenn ich davon spreche, dass Kämpfen eine gute Sache ist, dann meine ich weder die Variante, bei der sich zwei Leute die Köppe einschlagen noch die aggressive Grundstimmung, mit der manche Leute täglich “ihr Recht” einfordern und schon gar nicht Krieg. Ich meine damit, dass man sich für etwas Gutes einsetzt, an etwas hartnäckig dranbleibt und seine eigenen Grenzen immer wieder aufs Neue überwindet.

Kämpfe, die ich öfter mal mit mir selbst austrage

“Willkommen, Ladies and Gentlemen! In der linken Ecke sehen Sie Anni Seifert, Meisterin im Kampf mit sich selbst! Und in der rechten Ecke sehen Sie ihre Herausforderer…”:

  • …den inneren Schweinehund: Den kennt ihr vermutlich alle. Bei mir äußert er sich darin, dass ich zu Dingen, die mir gut tun schlichtweg manchmal zu faul bin. Yoga zum Beispiel. Ich weiß, dass ich mich danach meistens toll fühle und ausgeglichen bin. Und trotzdem schaffe ich es manchmal nicht auf die Matte. Ein anderes Schweinehund-Thema ist vegane Ernährung. Ich habe hinsichtlich der heutigen Tierhaltung große ethische Bedenken und bin auch sonst der Meinung, dass für mich keiner sterben sollte. Und trotzdem bin ich bisher “nur” Vegetarierin. Und trage Lederschuhe. Auch hier bin ich zu bequem – ich esse tierisch gern Käse, habe bezeiten einen Schuhtick und finde es anstrengend, dass andere eine “Extrawurst” für mich einplanen müssen.
  • …den inneren Kritiker: Wie ich schon in meinem letzten Blogpost über Art Journaling geschrieben habe, fällt es mir schwer, Dinge einfach nur so zu machen. Bzw. erst mal damit anzufangen und darauf zu vertrauen, dass sie sich entwickeln. Mein innerer Kritiker ist immer schon gleich zu Anfang mit am Start und wirft sämtliche Perfektionismus-Gedanken in die Waagschale: “Das muss gut werden!” und “Erfüllst du damit die Erwartungen?” Lauter fiesemöppelige Gedanken, die mich manchmal ausbremsen. Gern schubst er mich auch in Vergleiche mit anderen: “Die illustriert so viel besser als du…”, “Warum kriegst du nicht so viele Likes?”
  • …die Gewohnheit: Auf zu neuen Ufern?! Naja… Ich mache Dinge gern so, wie ich sie kenne. Zum Beispiel benutze ich Techniken, mit denen ich mich eingegroovt habe. Oder gehe Wege, die ich gut kenne. Und ich probiere nicht so gerne Neues aus, wenn mir andere Leute dabei über die Schulter gucken. Meine Komfortzone gibt mir Sicherheit und ein Gefühl von Effizienz.

Meine Kampftechniken

  • Kleine Siege feiern. Ich habe für mich beschlossen, mir nicht mehr so viel auf einmal vorzunehmen, aber die Dinge, die ich mir vornehme, durchzuboxen. Das macht mir ein gutes Gefühl, weil ich mich selbst ernst nehme und am Ende des Tages sagen kann, dass ich’s durchgezogen habe. Aufschreiben und abhaken wirkt bei mir übrigens Wunder!
  • Mich aus der Komfortzone wagen. Hier zum Beispiel. Ich schreibe in meinem Blog teilweise über sehr persönliche Dinge. Und auch wenn ich noch nicht so weit bin, sie live auf Facebook zu besprechen, so habe ich mich im letzten Jahr doch schon ziemlich nach vorne gewagt. (Kleine Siege, yeeeehaaawww!) Darüber hinaus versuche ich, regelmäßig etwas Neues zu lernen oder zu tun – sei es eine neue Technik, neues Wissen oder ein noch nie gegangener Weg mit dem Hund. Aus jeder “Konfrontation” mit mir selbst gehe ich gestärkt hervor.
  • Weniger rechts und links gucken. Ich versuche, eine gute Balance zwischen Inspiration von außen und meiner Arbeit zu finden. Von anderen Leute kann ich tolle Dinge lernen. Und genauso positiv versuche ich es zu belassen – ohne die vergleichenden Einwürfe meines inneren Kritikers.
  • Bockig sein. Diese Kampftechnik ist mit einem Wort zu beschreiben: “Pah!” Man kann es zu allem und jedem sagen, das einem in den Kopf kommt und sich damit so richtig selbst wachrütteln. Probiert’s mal aus, wenn ihr das nächste Mal in eurer “Ecke” steht. 
  • Nachsichtig mit mir sein. Das ist gerade so ein innerer Trend, in dem ich mich übe. Einfach mal nett zu mir selbst sein und alles nicht so ernst/verbissen/kritisch zu betrachten. Ich kenne meine Kämpfe und ich lerne jeden Tag neue Kampftechniken – it’s all good, oder?!

So, und jetzt hab ich hier genug mit diesem Text rumgekämpft. Währenddessen sind mir alle drei Herausforderer über den Weg gelaufen. Und alle habe ich bezwungen. Pah! 😉

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Art Journaling oder die Kunst der Nicht-Kunst

Art Journal von Annimi mit Seidenpapier und Pinsel - Art Journaling

Ich bin keine Künstlerin. Zumindest sehe ich mich nicht im klassischen Sinne so, obwohl ich ja auch Dinge erschaffe. Was ich bin (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Kreative, Illustratorin, Autorin, Designerin,Viechermutti…

Abgesehen von der Näherei, finden die meisten meiner Tätigkeiten am Computer statt. Meine Illustrationen entstehen ausschließlich digital und meine Texte auch –  egal, ob für meine oder anderer Leute Viecher. Und wenn ich die entsprechende Abwechslung bekomme, ist das auch alles schick. Aber manchmal juckt’s mir in den Fingern, etwas “Analoges” zu machen. Und vor allem: etwas Unzensiertes ohne Anspruch auf “das muss richtig toll werden” oder “das ist zu dem und dem Zweck”. Wie gut, dass ich neulich über das Thema Art Journaling gestolpert bin. Denn genau da bringt man analog und unzensiert zusammen.

Art Journaling als künstlerischer Ausdruck ohne den inneren Kritiker

Ein Art Journal ist ein Tagebuch, in dem man sich auf verschiedenste Weise kreativ austoben kann. Man kann darin malen, schreiben, rumschmieren, basteln, lochern, tackern, schnüren, kleben, fitzeln, futzeln, lackieren, tapen, stempeln… und das mit den unterschiedlichsten Materialien. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Dem inneren Kritiker schon. Denn beim Art Journaling geht es darum, sich (künstlerisch) auszudrücken, ohne sich selbst einzuschränken. Man kann einfach loslegen und gucken, wohin einen der kreative Prozess trägt. Das Ergebnis einer (oder mehrerer) Sessions wird nicht zensiert, also möglichst nicht als “gelungen, “schön”, “hässlich” oder “peinlich” bewertet. Das Tun ist wichtig und der Spaß dabei.

Sich eingrooven mit dem Art Journal

Leute wie ich, denen es schwer fällt, “einfach nur so” etwas zu machen und ihre eigenen Kreationen immer recht perfektionistisch betrachten, brauchen eine kleine Eingewöhnungszeit für das Art Journaling. Es gibt ein paar Dinge, die dabei helfen:

  • Mach dir klar, dass dein Art Journal nur für dich ist. Niemand außer dir guckt da rein. Und du kannst selbst entscheiden, ob du dir deine “Werke” noch mal anschaust oder sie einfach überblätterst.
  • Stell dir vor, du wärst noch mal Kind. Denk einfach nicht drüber nach, was du da machst, sondern mach es einfach.
  • Nimm dir fest vor, dich selbst nicht so ernst zu nehmen. Das kannst du in deinem Job tun. Aber nicht hier, denn das ist Freizeit!
  • Probiere neue Medien aus. Nimm dir etwas zum Kreativsein, mit dem du noch keine Erfahrung hast. Etwas, das du nicht ständig in deinem “perfekten Job” machst und so Gefahr läufst, wieder zu zensieren.
  • Sei nett zu dir. Wenn du feststellst, dass du doch mit einem gewissen Anspruch ans Art Journaling herangehst oder deine Seiten kritisch beäugst oder dich sogar albern dabei fühlst –  so what?! Du musst nicht sofort perfekt im Unperfektsein sein. 😉

Artjournaling mit Seidenpapier - Tissue painting

Malen mit Seidenpapier - Tissue painting

Anlässe und Themen finden

Selbst, wenn man sich beim Art Journaling künstlerisch treiben lässt, kann man sich natürlich vorher überlegen, worüber man “schreiben” möchte. Oder auch, wobei einem der kreative Prozess vielleicht helfen soll. Das ist ja der grundlegende Charakter eines Tagebuchs. Hier ein paar Anregungen und Beispiele, wozu das Art Journal genutzt werden kann:

  • Festhalten von Erlebnissen – der Klassiker: Du hast etwas Tolles erlebt und möchtest ein Bild oder eine Stimmung festhalten. Vielleicht hast du auch etwas, das du einkleben kannst – ein Konzertticket, Konfettischnipsel, Fotos…
  • Brainstorming: Du möchtest dir zu einem bestimmten Thema Gedanken machen und Ideen sammeln. Ob Collagen, Zitate, Farbklekse oder sonst was – du kannst dein Art Journal wie ein Moodboard nutzen. Privat oder auch geschäftlich. Und denk dran: Bei einem Brainstorming wird “gestürmt”, nicht gezögert.
  • Verarbeiten von Stimmungen: Du bist so richtig mies drauf und dir ist zum heulen zumute. Gehe dieser Stimmung auf den Grund, indem du sie künstlerisch zum Ausdruck bringst. Oder versuche, sie ins Positive zu wenden, indem du dich bewusst in eine fröhliche Kreation stürzt. Andersherum kannst du natürlich auch festhalten, wenn du gerade vor Freud explodierst.
  • Motivation: Du hast einen schwierigen Termin/Job/Whatever vor der Brust und bist weder dazu motiviert noch in dieser positiv-lockeren Flow-Stimmung, die alles gelingen lässt. Mit deinem Art Journal kannst du etwas Kreatives schaffen und dich so in Schwung und in eine zuversichtliche Stimmung bringen.

Mein Start: Malen mit Seidenpapier

Es gibt noch zig andere Anlässe, sein Art Journal rauszuholen und sich damit zu beschäftigen. Ich kann da noch gar nicht richtig aus Erfahrung sprechen, weil ich das Ganze gerade erst für mich entdeckt habe. Bisher habe ich es nur so genutzt, wie oben beschrieben: “zum einfach mal machen”. Und das hat mir sehr gut gefallen. Übrigens bin ich bei meinem Gegoogel zum Thema Art Journaling über eine tolle Technik gestolpert: Malen mit Seidenpapier. Mir hat das tierisch viel Spaß gemacht, weil man wirklich lustig drauflos probieren kann, es super einfach ist und die Ergebnisse immer neu und überraschend sind. Wer wissen möchte, wie es geht, schaut sich mal dieses Video auf Youtube an.

So, und ich mach mich jetzt auch noch mal an mein Art Journal. Ein Hoch auf die Nicht-Kunst! 😉

Art journaling mit Aquarellfarben und Seidenpapiertechnik

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#52goodthings Nr. 37: Herbst

Kleine Kaefer im Herbstlaub - Bild für Annimi Illustrationschallenge #52goodthings Nr. 37: Herbst

Ich weiß, dass die meisten von euch es nicht hören wollen…aber der Herbst schleicht sich an. Es gab auch schon Tage, da ist förmlich hinter der Hecke hervorgesprungen! Und bevor ihr jetzt rumlamentiert, dass ihr noch nicht in Stimmung dafür seid und eigentlich gern noch Sommer hättet… Lasst mich euch an die vielen tollen Sachen erinnern, die der Herbst so mit sich bringt.

Der Herbst macht alles bunt

OK, bei mir und Annimi ist sowieso das ganze Jahr über alles bunt…und trotzdem: Die rot-orange-gelbe Farbenpracht, die der Herbst so unglaublich gut kann, versetzt mich immer wieder in Staunen. Solche tollen Farben, in solch wahnsinnigen Kombinationen und mit absoluter Lässigkeit einfach so hingeworfen – das muss ich einfach abfeiern! Und auch wenn die Blätter jetzt gerade noch nicht so bunt daherkommen, so kann man sich zumindest drauf vorfreuen. 😉

Herbstliche Frische bringt einen in Schwung

Wenn es langsam kühler wird und die dickeren Klamotten rauskommen, merke ich wie ich draußen wieder mit mehr Elan durch die Gegend laufe. Dem Hund geht es genauso. Man könnte meinen, er hätte er sich den Sommer über schon auf sein Altenteil zurückgezogen und jetzt beschlossen, dass Hunderente doch noch nichts für ihn ist. Das freut mich natürlich tierisch und spornt mich an, wieder längere Touren mit ihm zu wandern und so die Herbsttage draußen zu genießen. Meine Empfehlung für euch: Raus an die frische Luft und tief durchatmen!

Vorfreude auf die Marktzeit

Für uns Handmade-Buizzers bedeutet der Herbst eine Menge Planung, Kreation und (Handmade-)Action. Schließlich bereiten wir schon frühzeitig das Weihnachtsgeschäft vor, damit ihr euch dann auf Designmärkten, im Online-Shop und in Ladengeschäften über neue Dinge von uns freuen könnt. Für mich ist diese Zeit besonders schön, weil ich hier in Sachen Kreativsein viel mehr im Flow bin, als zum Beispiel im Frühjahr oder Sommer. Ich hab auch viel mehr Ideen und lasse mich leichter von Dingen inspirieren. In Sachen Planung bin ich dieses Jahr allerdings noch etwas langsam…die ersten Markttermine stehen aber ein Glück schon. 😉

Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen herbstlich inspirieren und euch die dritte Jahreszeit etwas schmackhafter machen. Ich geh jetzt raus und raschel schon mal ein bisschen durch die Gegend!

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Neu: Taschenmonster als Kita-/Kiga-Kumpel

Taschenmonster in gruen mit Kita-/Kiga-Kaertchen

Hurra und jipppiiiieee! Jetzt gibt’s die Taschenmonster mit einer brandneuen Jobbeschreibung als Kumpel für Kita- und Kindergartenkinder!

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an euch nette Kunden, die ihr mir so fröhlich schreibt, wofür eure TMs genau zum Einsatz kommen. Im Laufe des Sommers waren so einige dabei, die mir erzählt haben, dass der kleine Kumpel ihr Kind mit in die Kita oder den Kindergarten begleitet. Manche von euch haben sich dann für den “Kumpel für alles” entschieden und andere für den “Schulfreund”. Das war für die meisten von euch offensichtlich OK, aber ich fand es verbesserungswürdig. Und voilá – ab sofort gibt es einen ausgewiesenen Kita-/Kiga-Kumpel! 😀

Der Kita-/Kiga-Kumpel ist ein prima Begleiter, Abenteurer und Mutmacher

So sieht die Jobbeschreibung des kleinen Typen aus:

Taschenmonsterkartchen Kita-/Kiga-Kumpel von Annimi

Hellö! Ich bin ein Taschenmonster.
Als kleiner Kumpel steh ich dir zur Seite, wenn Mama oder Papa mal nicht bei dir sein können. Zusammen erleben wir die tollsten Abenteuer, toben durch die Gegend und lachen, was das Zeug hält! Ich bin extra so klein, dass ud mich in jede Tasche stecken kannst – so kann ich immer bei dir sein, wenn du mich brauchst.

So bestellt ihr den Kita-/Kiga-Kumpel

Bestellen könnt ihr die kleinen Typen so wie sonst auch: in meinem DaWanda Shop oder über das Kontakformular. Achtet bei eurer Bestellung über DaWanda bitte auf den Zusatz im Artikeltitel. Es gibt ab sofort auch eine gesonderte Kategorie für diese Sorte TMs.

Welche Farbkombi soll euer TM haben?

In jeder Taschenmonster-Artikelbeschreibung bei DaWanda gibt’s ein Gruppenfoto mit Buchstaben. Daraus könnt ihr euch euren Favoriten aussuchen und mir den per Nachricht mitteilen. Alternativ könnt ihr einen Blick in meine Stoff- und Farbübersicht werfen und so eine individuelle Farbkombi bestellen. Wenn ich keine Nachricht bekomme, mache ich euch das Taschenmonster, das auf dem Hauptartikelbild gezeigt wird.

So, und jetzt freu ich mich auf eure Bestellungen! 😉

Taschenmonster-Gruppenfoto mit Buchstaben

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