#52goodthings Nr. 45: Musik

Maus mit Flying V – Bild für Annimi Illustrationschallenge #52goodthings Nr. 45: Musik

Das Leben wäre ohne Musik manchmal einfach zu leise. Und definitv um eine unfassbar gute Sache ärmer.

Musik ist ein Teil meines Lebens seit ich denken kann. Als ich klein war, lief bei uns zu Hause ganz oft der Plattenspieler: Beatles, Stones und viel anderer 60er/70er Rock. Dazwischen auch mal Radio. Und Weihnachten konnte gar nicht anfangen ohne die wunderbar kitschige Christmas-Platte von James Last. Eigentlich ist das alles heute noch genauso – nur, dass wir kein Radio mehr hören und die Musik nicht nur vom Plattenspieler, sondern auch von CD und Spotify kommt.

Musik bereichert meinen Tag

Ich liebe es zum Beispiel, beim Nähen Musik zu hören. Die Hände machen ihre Arbeit meist von selbst, zumal die meisten Handgriffe schon so gut sitzen, und der Kopf hat Zeit, sich auf die Songs zu konzentrieren. Meine uralte Mini-Anlage steht direkt an meinem Nähplatz, so dass ich trotz Nähmaschinen-Geratter gut zuhören (und mitsingen) kann. Eure Viecher und Taschenmonster werden dabei eher rockig genäht. Wobei ich definitv eine Tendenz zu den softigen Sachen habe – speziell im Winter. Momentan laufen bei mir Leonard Cohen, Hall & Oates, Dawes, Chris Rea und Jackson Browne. Und natürlich immer und immer wieder Tom Petty – mein Lieblingsmusiker, der vor Kurzem gestorben ist. Falls sich einer von euch gefragt hat, warum die Maus auf dem Bild ausgerechnet eine Gibson Flying-V spielt: Diese Gitarre ist ein kleiner Tribut an Tom Petty and the Heartbreakers, denn sie ist Teil des Bandlogos.

Beim Arbeiten am Computer höre ich übrigens keine Musik. Da brauche ich eine andere Konzentration. Selbst, wenn etwas leise im Hintergrund dudelt, lenkt mich das ab. Aus dem gleich Grund kann ich beim Illustrieren leider auch keine Podcasts oder Hörbücher hören. Naja, und beim Texten schon gar nicht… aber gleich gehe ich an meinen Nähplatz und werde Taschenmonster und einen großen Hermann nähen. Und dann gibt’s wieder ne Runde Musik. Ich glaube, ein bisschen 70er Rod Stewart würde mir heute gut gefallen…das werden dann auf jeden Fall gechillte Herrschaften. 😉

#52goodthings Nr. 44: Inspiration

Hund mit Bratwurst - Bild für Annimi Illustrationschallenge #52goodthings Nr. 44 Inspiration

“Wer andern eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät!”

OK, der Spruch ist etwas flach… Aber als ich ihn neulich an einer Klotür las, musste ich sehr lachen und ihn direkt weitererzählen. Und da er sich mir aufgrund der Guten-Laune-Wirkung total ins Gehirn gebrannt hat, musste auf dem heutigen Challengebild natürlich auch eine Bratwurst auftauchen. Ganz schön gewagt für einen Vegetarier… Immerhin hab ich den “andern” passend ausgewählt. Denn wem brät man lieber eine Bratwurst als einem Hund?!

Inspiration findet man überall

Aber ich schweife ab ins Land der Bratwurst-Geschichtenerzählerei. Eigentlich wollte ich darauf hinaus, dass solche kleinen Inspirationen unfassbar wertvoll sind und dass man immer und überall nach ihnen Ausschau halten sollte. Dabei darf man sich nicht zu schade sein, auch an unscheinbaren Orten die Augen aufzumachen. Denn die Inspiration kann überall lauern: an einer Klotür, auf dem Fußboden oder in einem leeren Marmeladenglas. Aber es kommt noch besser! Denn nicht nur die Augen können Inspiration einfangen, sondern auch die Ohren. Ein kleiner Satz hier, ein verrücktes Wort da (siehe auch Seifertsche Wortkreationen) und schon wirft die Fantasie-Fabrik im Kopf die Maschinen an. Bei mir entstehen dann Geschichten oder Bilder – je nachdem, was mich hörend oder sehend inspiriert hat.

Das Ergebnis: Spaß und gute Laune

Das Beste an Inspiration ist, dass sie einen Heidenspaß macht. Ich freue mich jedenfalls immer sehr, wenn ich wieder mal so einem Juwel wie dem Bratwurst-Spruch über den Weg laufe. Und ich bin mir nicht zu schade, ihn fröhlich weiterzuerzählen. Klar gibt es dann Leute, die den Kopf schütteln und vielleicht denken “Boah, was für’n flacher Spruch – was findet sie daran jetzt so toll?” Das merkt man dann an diesem höflichen Lach-Lächeln, das eigentlich keins ist… Aber es gibt auch immer die, bei denen so etwas genauso einschlägt wie bei mir – geteilte Freude ist doppelte Freude! Doch Vorsicht – es gibt bei der ganzen Inspirationssache auch ein großes ABER:

Inspiration – ja! Ideenklau – nein!

Genaugenommen habe ich den Bratwurstspruch geklaut. Es gibt nämlich einen großen Unterschied zwischen Inspiration im eigentlichen Sinne – nämlich, dass mir ein Objekt, Ereignis oder Wort die Idee zu einem originären Kunstwerk meinerseits liefert – und dem schlichten Kopieren der Idee eines anderen. Da der Spruch anonym an einer Klotür stand, finde ich es OK, ihn hier zu zitieren. Zumal ich mit dem Spruch ja auch nichts Kommerzielles anfangen will. (es wird zum Beispiel keine Annimi Postkarte damit geben… 😉 ) Aber in unseren heutigen digitalen Zeiten haben viele Künstler, Illustratoren und Autoren mit Ideenklau zu kämpfen. Da werden Texte frech kopiert, Logos und Icons einfach nachgebaut oder sogar ganze Motive 1:1 abgekupfert. In den meisten Fällen für die kommerzielle Nutzung. Und das ist schlichtweg nicht OK. Entweder ich bin selbst in der Lage, etwas Kreatives zu schaffen, oder ich muss für den kreativen Geist anderer bezahlen. Ein Dazwischen gibt es nicht.

Apropos: Wusstet ihr eigentlich, dass ihr mich für Illustrationen, Geschichten und dergleichen buchen könnt? Wer mehr wissen möchte, schaut mal hier. Und jetzt geht raus und lasst euch inspirieren! 😉

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#52goodthings Nr. 43: Überraschung

Raupe in abstrakten Formen - Bild Illustrationschallenge Annimi #52goodthings Nr. 42 Ueberraschung

Tadaaaa! Dieses Bild heißt “Raupe an abstrakten Formen” und ist mein Plädoyer für mehr Überraschung im Leben. So ist das Bild nämlich auch entstanden: Ich habe mich überraschen lassen, was heute so “aufs Papier” will.

Überraschungen sind nicht jedermans Sache. Manche Leute finden sie ganz gruselig, weil sie bedeuten, dass man eine Situation nicht mehr unter Kontrolle hat. Man weiß nicht, was mit einem geschieht, was da auf einen zukommt und wie das Ganze ausgeht. Man weiß auch nicht, wie man sich dabei fühlen wird. Denn hey, wenn man das wüsste, wäre es ja keine Überraschung. Ich würde mich so auf Mitte zwischen “Yes, bring it on!” und “Ach nee, lass mal beim Gewohnten bleiben…” platzieren – mit steigender Tendenz zum ersten. Vielleicht sollte ich lieber sagen, “mit steigendem Willen” zum ersten. Denn ich habe für mich beschlossen, dass ich mehr Überraschung in meinem Leben will.

Überraschung? Ja, bitte!

Wenn ich mir vorstelle, dass immer alles in gleichen Bahnen verläuft, dann ist das natürlich die sichere Bank. Man kann sich gelassen zurücklehnen und seinen Turn machen. Keine Aufregung, keine Herausforderung, keine Action. Laaaaaaangweilig? Auf Dauer vermutlich schon. Aber auch tierisch bequem und stressfrei. Und da kommen wir zum Punkt: Überraschungen sind eine Frage der Einstellung. Wenn ich Überraschungen als einen (negativen) Eingriff in mein Leben sehen, dann finde ich sie natürlich doof. Wenn ich sie aber als Chance und frischen Wind begreife, dann kann ich sie positiv sehen und mich über sie freuen. Und so möchte ich das ab sofort gerne machen.

So bringe ich mehr Überraschung in mein Leben

  • Neue Wege gehen: Zum Beispiel, wenn ich mit dem Hund unterwegs bin. Wenn ich normalerweise immer rechts rumgehe, geh ich einfach mal links rum. Mal sehen, wo ich dann lande!
  • Dem kreativen Flow folgen: Neulich habe ich über mein neues Art Journal geschrieben. Ein herrlicher Weg, um sich von sich selbst und dem kreativen Prozess überraschen zu lassen.
  • Kontrolle über Bord werfen: Ich öffne mich immer mehr für den Gedanken, dass es so etwas wie Kontrolle gar nicht gibt. Das Leben macht sowieso, was es will. Also kann ich mich genauso gut überraschen lassen, was es mir als nächstes serviert. Und darauf vertrauen, dass es schon “das Richtige” sein wird.
  • Impulsen direkt folgen: Wenn mir etwas Interessantes über den Weg läuft, z.B. ein Workshop-Angebot oder ein Film oder ein Konzert, und ich das spontane Gefühl kriege “Das wäre cool!”, dann versuche ich, dem zu folgen. Wichtig dabei: Ich versuche mir das initiale Cool-Gefühl zu bewahren und mich auf die Überraschung einzulassen. Gedanken wie “Hoffentlich wird das gut…” oder “Nutzt mir das was?” sind nämlich echte Killer…

Ich habe jetzt nur darüber geschrieben, wie ICH mehr Überraschung in MEIN eigenes Leben bringen möchte. Natürlich kann man auch ganz wunderbar Überraschung in anderer Leute Leben bringen. Mit kleinen Geschenken zum Beispiel. Wann habt ihr jemandem das letzte Mal spontan etwas geschenkt? Oder jemandem eine Postkarte mit einem lieben Gruß geschickt? Beides wunderbare Möglichkeiten, das Leben des anderen mal im Positiven aus der gewohnten Bahn zu werfen. Und falls ihr jetzt spontan ein “Das wäre cool!”-Gefühl entwickelt: So ein Taschenmonster oder Postkarten sind hervorragende kleine Überraschungen…schaut gerne in meinem DaWanda Shop vorbei. 😉

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Neue Karten im Annimi DaWanda Shop

Annimi Karten mit Tierillustrationen und Spruechen

Hurra, es gibt neue Papierdinge bei Annimi! Ich habe für die neuen Karten eure und meine Lieblingsmotive aus meiner Illustrationschallenge #52goodthings genommen und mit ein paar actiongeladenen Sprüchen aufgepeppt. Thematisch ist da bestimmt auch für jeden was dabei.

Neue Karten aus Recyclingpapier

Es gibt 7 neue Postkarten und eine Klappkarte zu Weihnachten. Gedruckt sind alle auf schön dickem Recyclingpapier – for the Umwelt and the nice Touch, you know?! 😉

Annimi Karte WEihnachten mit Eisbaer und Frosch

Im Annimi DaWanda Shop könnt die Karten in 3er und 6er Sets kaufen. Natürlich könnt ihr sie auch einzeln bekommen, aber wenn ich ganz ehrlich bin, fänd ich das nur wirklich gut, wenn ihr sie zu etwas anderem dazubestellt. So sehr es mich freuen würde, dass ihr unbedingt diese EINE Karte von mir haben wollt, so sehr wehrt sich mein Umweltbewusstsein gegen den Versand einer einzelnen Karte… ihr könnt das bestimmt nachvollziehen, oder? Damit ihr so abwechslungsreich wie möglich bestellen könnt, habe ich euch die Postkartensets zum freien Zusammenstellen angelegt. Die 7 Motive sind mit Nummern versehen. Ihr lasst mich einfach wissen, welche Nummer ihr wie oft in eurem Set haben möchtet. Und Weihnachtskarten braucht man ja meist eh mehrere…der Eisbär und der Frosch sind übrigens schon im letzten Jahr auf meiner Weihnachtskarte gewesen (nur in anderer Form). Das wird vermutlich mein All-Time-Favorite-Weihnachtskartenmotiv, das ich ab jetzt jedes Jahr in anderer Form auflege…

Alternativen zum Einkaufem im DaWanda Shop

Übrigens gibt es zahlreiche Alternativen zu meinem DaWanda Shop: Die Viecher und ich (und natürlich auch die Karten) sind im Herbst und vor Weihnachten auf ein paar Designmärkten zu finden. Schaut dafür mal auf der Seite Termine. Darüber hinaus findet ihr uns im November und Dezember im Laden von Hand & Maus in Hannover Linden. Schaut mal hier für die Öffnungszeiten und weitere Infos dazu. Es gibt also Mittel und Wege, um an die neuen Karten ranzukommen.

Die Viecher und ich freuen uns auf euren Besuch – ob auf Märkten, im Laden, im DaWanda Shop oder auf Instagram und Facebook. Ihr macht das schon! 🙂

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Viecher bei Hand und Maus in Hannover Linden – Ladensause!

Bild mit Ladenoeffnungszeiten Hand und Maus fuer die Herbst-Winter-Ladensause

Ladensause, olé! Im November und Dezember verbringen die Viecher viiiiel Zeit im kleinen Laden von Hand und Maus in Hannover Linden. Die liebe Diana macht für sie ein Plätzchen frei und für euch die Türen auf – ist das nicht grandios und granatentoll von ihr?!

Mini-Eröffnungsfest für die Herbst-Winter-Ladensause bei Hand und Maus

Mich könnt ihr im Laden auch ab und zu treffen – gerne direkt am 9.11., wenn wir mit euch (und Sekt) auf die Vorweihnachtszeit, den Laden und uns anstoßen. Es gibt noch weitere nette Kleingkeiten und ganz viel gute Sause-Laune. Ab 17 Uhr geht’s los, also kommt rum!

Zwei tolle Herbstmärkt in der kommenden Woche

Und dann gibt’s in der kommenden Woche noch zwei tolle Veranstaltungen, bei denen Diana und ich auch gemeinsam aufschlagen – es ist zum Ausflippen! 😀

  • Herbstbasar St. Ursula Schule – Samstag, 4.11.2017: Dieser Markt findet schon zum 8. Mal statt und ist in Hannover und umzu sehr beliebt. Wir freuen uns, dass wir dabei sind – übrigens mit allerhand neuen Produkten, jawoll! Von 11 bis 17 Uhr könnt ihr die Viecher und mich besuchen. Die Schule ist in der Simrockstraße 20, 30171 Hannover.
  • DeMO Designmesse Osnabrück – Sonntag, 5.11.2017: Auch ein großer Grund zur Freude, denn bei der DeMO geht’s immer hoch her! Sind findet von 11 bis 18 Uhr im Hyde Park statt, Fürstenauerweg 128, 49090 Osnabrück.

So, und jetzt freuen wir uns auf euren Besuch! Ob im Laden, auf den Märkten oder im Annimi DaWanda Shop! Schließlich ist fast November und da kann man den Blick schon mal getrost auf Adventskalender, Nikolaus und sogar Weihnachten richten… 😉

#52goodthings Nr. 42: Sich treiben lassen

Oktopus unter Wasser - Illustrationschallenge von Annimi #52goodthings Nr. 42: Sich treiben lassen

Eigentlich wollte ich heute was ganz anderes illustrieren…stattdessen habe ich mich gedanklich treiben lassen. Et voilà: Monsieur Kunibert under the sea!

Ein Oktopus lässt sich treiben…

Kunibert war ein kleiner Oktopus, der sich am liebsten entspannt in die Strömung legte und sich sanft von ihr treiben ließ. Er schaukelte hin, er schaukelte her und blickte durch das tiefe Blau nach oben. Ab und zu wurde er dabei vom Seetang gekitzelt, aber alles in allem liebte er die Schaukelei. So konnte er nämlich seinen Gedanken nachhängen. Kunibert träumte davon, einmal ein Oktopusmädchen kennenzulernen. Das stellte er sich ganz romantisch vor: Er würde ihr jeden Tag mit einem Seeannemonenstrauß seine Aufwartung machen. Ihr fein ausgesuchte Krabbenpralinen schenken. Und dann würde er all seinen Mut zusammennehmen und sie zum Korallentanz einladen. Sie würde natürlich Ja sagen…

Aber ob es jemals dazu kommen würde, wenn er sich Tag für Tag einfach nur so treiben ließ?

Sich treiben lassen bringt viel

Also ich würde Kunibert antworten: “Sich treiben lassen ist eine sehr gute Sache!” Das entspricht zumindest meiner eigenen Erfahrung: Mir sind in den letzten Wochen nämlich so herrliche Einfälle gekommen, wenn ich mich habe treiben lassen. Wenn mein Kopf in so einen luftig-leichten Entspannungsmodus kommt, in dem nichts muss. Und dann plötzlich trotzdem alles geht. Da kommen unverhofft Gedanken auf, die dann locker weiterverfolgt werden… “Hhhmmmm, das könnte so und so und so… (Gedankenpause – Luftholen) Was für eine tolle Idee!” Auf einmal wird aus Sichtreibenlassen Entschlossenheit – man hat da richtig Bock drauf. Und dann heißt es Gasgeben!

Und ganz ehrlich? Ich bin sicher, dass dieses Lockerlassen im Kopf in allen Lebenslagen funktioniert. Man muss ja nicht den ganzen Tag im leeren Raum “floaten”. Aber sich ab und an von all den Plänen, Zielen, festen Vorsätzen und angezogenen Zügeln zu verabschieden, tut unheimlich gut.

…und so endet Kuniberts Geschichte

An einem Tag, als die Strömung Kunibert besonders entspannt schaukelte, spürte er ein Kitzeln an einem seiner Tentakel (der 2. von links außen…). Aus reiner Gewohnheit – es war bestimmt wieder der Seetang – zog er ihn ein, ohne hinzuschauen. “Oh, Entschuldigung!” hörte er da. Verdutzt blicke er sich um und sah… ein Oktopusmädchen. Es ließ sich sanft von den Wogen treiben und blickte durch das tiefe Blau nach oben.

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#52goodthings Nr. 41: Gasgeben

Gorilla im Sportwagen - Annimi Illustrationschallenge #52goodthings Nr. 41: Gasgeben

Es gibt Zeiten, da muss man Gasgeben! Weil es Spaß macht, weil Dinge erledigt werden müssen oder weil es sich einfach so ergibt. Letzte Woche war das bei mir so – alles zusammen. Bei diesen Sachen habe ich den Bleifuß rausgeholt:

Gasgeben Nr. 1: Frankfurter Buchmesse

Oha, mein erster Besuch bei der Frankfurter Buchmesse… Ich bin mit der Erwartung hingefahren, dass es ein kaum zu verarbeitender Wahnsinn wird, der mich komplett über den Haufen rennt. Ein Glück wurde ich positiv überrascht, denn ich fand es wirklich sehr angenehm, entspannt und inspirierend. Und trotzdem hieß es hier für mich: Gasgeben! Ich wollte mich nach Verlagen umschauen, da ich – unabhängig von meinen Viechern – die eine oder andere Buchidee habe. Auch der Non-Book-Bereich und die internationale Szene haben mich sehr interessiert. So bin ich einen ganzen Tag lang mit offenen Augen, tastenden Fingern und lauschenden Ohren durch die Messehallen gewandert und habe mir eine Flut von Eindrücken verschafft. Ein bisschen geredet habe ich auch… 😉 Zum Beispiel mit den netten Leuten von Illustratoren Organisation. Oder mit tollen Illustratoren-Kolleginnen wie Nikola Werner, Steffi Stroh und Kathrin Wessel. Alles in allem war’s ein toller Tag, der sich sehr gelohnt hat.

Gasgeben Nr. 2: Neue Printprodukte

Mann, das wurde soooo Zeit! Ich habe auf das Jahr geblickt und auf all die Illustrationen, die im Rahmen meiner Challenge #52goodthings entstanden sind. Mich hat es einfach in den Finger gejuckt, etwas davon auf Papier zu sehen – bitte noch rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Deshalb habe ich letzte Woche wie festgeklebt vor meinem Rechner gehockt und mit Vollgas (und Konzentration) eine neue Rutsche Postkarten gelayoutet. Darauf zu sehen sind eure und meine Lieblingsmotive der Challenge. Nächste Woche gibt’s dann das fertig gedruckte Ergebnis hier zu sehen.

Gasgeben Nr. 3: Ein neues Viech ist entstanden

Oh ja, auch in diesem Bereich hab ich Gas gegeben. In einem meiner letzten Blogposts hab ich geschrieben, dass der Herbst für mich eine Zeit des Kreativseins und der Schaffensrfreude ist. Voilá, also gibt’s auch ein neues Viech. Ich will hier noch nicht zu viel verraten, denn schließlich bekommt der Herr zu gegebener Zeit seinen eigenen Vorstellungsblogpost. So viel an dieser Stelle: Er heißt Theo, hat viele wichtige Aufgaben im Haushalt und ist einer von den Guten. Letzte Woche gab es rund um Theo noch so Einiges zu tun: Er brauchte ein eigenes Kärtchen, Etiketten für seine Artikelnummer und ich musste ihn natürlich auch auf Spielzeugsicherheit testen. Schließlich fertige ich alle meine Viecher nach Spielzeugnorm EN-71. Wer mehr dazu wissen möchten, liest gern hier weiter.

Und weil ich letzte Woche so viel Gas gegeben habe, bin ich diese Woche ein bisschen kaputt…dann jetzt erst mal ne Runde auf den Arm. 😉

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Taschenmonster mit Mützen – jetzt im Shop

Taschenmonster mit Muetze von Annimi

Ihr Lieben, es ist wieder so weit: Die Blätter fallen, es wird kühler und wie wir Menschen auch, setzen die Taschenmonster jetzt ihre Mützen auf.

Normalerweise gibt es die bemützten kleinen Kumpels nur zu kaufen, wenn wir auf Designmärkte fahren. Das liegt daran, dass man die Mützen-An-und Umprobiererei nur live und vor Ort machen kann. Für viele von euch ist es nämlich ein Heidenspaß, liebevoll die richtige Kopfbedeckung für euer Taschenmonster auszusuchen. Das geht online natürlich nicht…zumal jede Mütze vollkommen individuell ist. Man weiß nie so genau, wie das Garn vom Knäuel läuft und welches Muster sich daraus ergibt. Ein Standard-Angebot ist also leider nicht möglich. Und trotzdem habe ich beschlossen, es dieses Jahr mal mit den Mützen-Fredis zu probieren – einfach, weil die Mützen viel zu cool sind, um sie euch nicht anzubieten! 😉

Taschenmonster mit Muetzen - Auswahl

Ab sofort gibt’s eine kleine Auswahl Mützenträger im Shop

Deshalb findet ihr jetzt im Shop eine Gang von 10 bemützten kleinen Typen, quasi als Testangebot für euch. Ihr könnt sie genauso kaufen, wie abgebildet – first come, first serve. Bitte habt Verständnis dafür, dass ich keine Mützentauschereien oder Anpassungen machen kann. Die Taschenmonster sind einzeln fotografiert und eingestellt – alles andere würde vom Aufwand her den Rahmen sprengen. Wenn die kleinen Kumpels gut bei euch ankommen, werde ich weitere einstellen, versprochen!

Taschenmonster Muetzen von Annimi

Wer strickt eigentlich die Mützen?

Diejenigen von euch, die uns schon mal auf einem Designmarkt getroffen haben, wissen vermutlich die Antwort. Zumal die Meisterin der kleinen Nadeln oft dabei ist – inklusive ihres Strickzeugs: meine Mama. Es macht ihr sehr viel Spaß, diese kleinen Kunstwerke zu stricken und sie lässt sich dabei immer wieder neue Kombinationen einfallen. Es gibt Bommel-, Zipfel-, Doppelzipfel- und Perunanermützen sowie Stirnbänder und sogar Schirmmützen! Dabei finde ich es immer wieder überraschend, welche neuen Farbkombis so entstehen (durch den Verlauf des Garns) und welche neuen Bommel- oder Zipfelfarben meine Mama dazu kombiniert. Die Strickerinnen unter euch können sich sicher vorstellen, welche Fingerfertigkeit und Geduld die kleinen Mützen erfordern. Und wenn ihr sie euch aus der Nähe anschaut, werdet ihr feststellen, dass hier jede Masche sitzt – Übung macht den Meister. Leider haben wir nicht gezählt, wie viele Mützen wir in den letzten Jahren verkauft haben…es müssen Hunderte sein!

Jedenfalls könnt ihr euch jetzt 10 davon samt ihrer Träger sichern – schaut doch gleich mal im Shop vorbei! 🙂

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#52goodthings Nr. 40: Bucketlist

3 Hasen im Eimer - Bild zur Illustrationschallenge #52goodthings Bucketlist von Annimi

OK, ich gebe zu, dass ich den Begriff Bucketlist auch noch nicht sooo lange kenne. Und obwohl sich relativ schnell erschließt, dass es sich dabei um eine Art Wunschliste handelt, musste ich erst mal googeln, woher der Name überhaupt kommt: Bucketlist kommt von der englischen Redewendung “to kick the bucket”, was so viel heißt wie “den Löffel abgeben”. Demnach kommt alles auf die Liste, was man vor diesem Ereignis noch mal tun möchte. Wer mehr dazu wissen möchte, kann ja mal hier gucken.

Warum ist eine Bucketlist eine gute Sache?

Aus den gleichen Gründen, aus denen Listen sonst so gut sind:

  • Sie führt dir deutlich deine Wünsche vor Augen.
  • Durch die Liste gewinnst du Fokus und Zielstrebigkeit.
  • Das Aufschreiben macht die ganze Sache verbindlich.
  • Beim Abhaken kriegt man so ein tolles “Geschafft!”-Gefühl.

Ich habe dieses Jahr verstärkt mit Listen gearbeitet, um meine Annimi-Tätigkeiten besser voranzubringen und einen guten Plan zu haben. Tatsächlich bin ich da nach dem klassischen Muster vorgegangen und habe Jahres-, Monats-, Wochen- und Tageslisten geschrieben (und fleißig abehakt – yes!). Das hat für mein Gefühl gut funktioniert und so war es naheliegend, jetzt auch mal eine solche Liste für meine allgemeinen “Das-will-ich-noch-mal-machen!” Wünsche anzulegen. Jetzt bin ich nicht so der Typ für den ganz großen Bahnhof…deshalb hab ich mir erst mal ein paar tolle Dinge für 2018 überlegt. Ich möchte zum Beispiel gerne eine Wanderung auf dem Ith-Hils-Weg mit Ossi machen. Und meine Freundin in Baden Württemberg besuchen. Darüber hinaus steht ein Besuch im Barfuß-Park Egestorf drauf.

Bucketlist zum kostenlosen Download

Damit diese Vorhaben einen schönen Rahmen bekommen, hab ich mir eine kleine hasige Liste gebaut. Und weil ich mir vorstellen könnte, dass der eine oder andere von euch jetzt auch auf den Geschmack gekommen ist, stelle ich sie euch als kostenlosen Download zur Verfügung. Ladet euch einfach das Bucketlist-PDF herunter und legt los! Wie immer gilt: Die Liste dürft ihr privat so oft ausdrucken und nutzen, wie ihr möchtet. Aber eine kommerzielle Nutzung ist ausgeschlossen. Dann wünsche ich euch viel Spaß beim Listen schreiben! 😀

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#52goodthings Nr. 39: Kindsein

Walross und Walrosskind - Bild zur Annimi Illustrationschallenge #52goodthings Nr. 39 Kindsein

Kindsein ist mega! Auch für Nicht-Kinder kann ich das echt empfehlen. Genaugenommen ständig und immerzu. Denn als Kind macht man so viele Sachen besser als wir Erwachsenen:

Kinder sind spontan und entscheiden ohne viel Nachdenken

Gehört ihr vielleicht wie ich zu den Menschen, die bei einer Entscheidung gerne den Kopf anschmeißen? Obwohl der Bauch euch sofort zuruft “Jawoll, machen!” Kindern könnte sowas nicht passieren. Die machen einfach genau das, worauf sie gerade Lust haben/was sie gut finden/was ihnen spontan einfällt. So wie ich früher, als ich im Kindergarten beschlossen habe, auch vom Kletterhaus in den Sandkasten zu springen, weil die größeren Kinder das gemacht haben (Ergebnis: gebrochener Zeh). Oder als ich mich wie ein Affe von einem Klettergriff zum nächsten schwingen wollte (Ergebnis: gebrochenes Handgelenk). Oder als ich auf einem dieser kleinen Holzwellenbrecher an der Ostsee balancieren wollte und mitten in einen Haufen Rotalgen gefallen bin (Ergebnis: den handgestrickten Pulli konnten wir wegschmeißen…). OK, vielleicht sind das nicht die besten Beispiele… aber ich weiß bis heute noch, wie es sich angefühlt hat, das einfach zu machen. Sehr, sehr stark!

Kinder machen Quatsch und nehmen sich selbst nicht so ernst

Warum muss eigentlich immer alles so ernst sein? Tatsächlich sind wir Erwachsenen oft darauf bedacht, auch “erwachsen” rüberzukommen. Weil wir Angst haben, dass uns sonst keiner ernst nimmt, dass wir uns lächerlich machen, oder dass wir sonst nicht kriegen, was wir wollen. Das Ergebnis: Uns geht an vielen Sachen der Spaß verloren und wir ziehen uns mit unserer Ernsthaftigkeit selber runter. Im Gegensatz dazu haben Kinder Spaß daran, albern zu sein, Quatsch zu machen und sich mal so richtig gehen zu lassen. Was die lachen können! Wann habt ihr das letzte Mal so richtig gelacht? Ich habe da spontan drei Situationen im Kopf:

  • Als ich neulich mit dem Hund ein Wettrennen gemacht habe – ich auf meinem kleinen gelben Klapprad, er mit wehenden Ohren daneben. Heissa, was für ein Granaten-Spaß!
  • Als ich spontan beschlossen habe, beim Duschen mal das warme Wasser ab- und das kalte Wasser aufzudrehen. Boah, hab ich geprustet! Wie ein Walross…daher kam übrigens auch die Inspiration für das heutige Bild.
  • Als ich zufällig im Fenster einer Buchhandlung gesehen habe, dass es ein neues Buch von Walter Moers gibt. Spontaner Ausbruch von grinsender Vorfreude! (gepaart mit absoluter Fassungslosigkeit, dass es bis dato völlig an mir vorbeigegangen war, dass einer meiner Lieblingsautoren ein neues Buch draußen hat…)

Kinder sind Entdecker

Oh, da liegt aber eine schöne Kastanie! Und daneben ist so ein tolles Blatt! Und daneben noch ein Wahnsinnsstöckchen! Kinder sehen die Welt mit ganz anderen Augen. Sie nehmen viel kleinere und vermeintlich unwichtigere Dinge wahr als wir Erwachsenen. Und sie freuen sich daran. Und so kann es passieren, dass man von einem Waldspaziergang wiederkommt und einen ganzen Haufen extrem wichtiger “Schätze” mit nach Hause bringt. Wann habt ihr zum letzten Mal etwas Neues oder Ungewöhnliches entdeckt? Ich bin heute diesem schlecht gelaunten Herrn über den Weg gelaufen:

Stoeckchen-Monster - Bild zur Annimi Illustrationschallenge #52goodthings Kindsein

Was lernen wir also daraus? Kindsein ist super und es tut uns Erwachsenen gut, mehr Kind zu sein! In diesem Sinne: Raus mit euch zum Klettern, Quatsch machen und Entdecken! 😀

Ach ja…und so sah das Kindsein bei mir früher aus:

Fotos von Anni als Kind

 

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